Was ist eine Mutter-/Vater-Kind-Kur?

Eines vorweg: Mutter-/Vater-Kind-Kuren sind kein Urlaub. Es sind medizinische Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter bzw. Väter und deren minderjährige Kinder. Dabei muss eine Erkrankung der Mutter/des Vaters vorliegen, die medizinische und/oder psychosoziale Hilfen für Mutter/Vater oder Kind(-er) erfordert. Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur kann auch die Person beantragen, in deren Verantwortung die Erziehung liegt, und die nicht die leibliche Mutter oder der leibliche Vater ist. Das können z.B. auch erziehende Großeltern oder Pflegemütter/-väter sein.

Wichtig: Vor noch nicht allzu langer Zeit hieß es lediglich „Mutter-Kind-Kur“, jetzt umfasst dieser Begriff aber weitaus mehr: Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur kann in unserer Einrichtung auch mit erwachsenen Kindern mit einer Behinderung, von Schwangeren, pflegenden Angehörigen, körperbehinderten Müttern/Vätern durchgeführt werden.

Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur kann zudem in folgenden Fällen angestrebt werden:

  • Das Kind (die Kinder) ist ebenfalls behandlungsbedürftig.
  • Es besteht eine Störung der Mutter-/Vater-Kind-Beziehung.
  • Die besondere Belastung der Mutter/des Vaters erfordert den gemeinsamen Aufenthalt, um das Therapieziel zu erreichen.
  • Die Trennung von der Mutter/dem Vater würde beim Kind (bei den Kindern) zu psychischen Problemen führen.
  • Eine familiäre Trennung ist unzumutbar.
  • Die Versorgung des Kindes/der Kinder zu Hause ist während der Maßnahme der Mutter/ des Vaters nicht gewährleistet.

Wichtig: Bitte kontaktieren Sie uns vor Kurbeginn, wenn Ihr Kind jünger als 2 Jahre ist oder wenn eine Behinderung vorliegt: So kann individuell für eine gute Eingewöhnung gesorgt werden.